DNA-Zytometrie

Seit 2002 haben wir als flankierende Diagnostik die DNA-Cytometrie bei der Bewertung unklarer Fälle hinzugezogen. Sie gibt weitere wichtige Informationen durch die Bewertung der Euploidie oder Aneuploidie in den veränderten Zellen.

DNA-Zytometrie ist eine Methode zur Frühdiagnose bösartiger Tumoren durch Messung des Gehaltes an Erbsubstanz (DNA) in ihren Zellen. Daneben kann das Verfahren auch zur Bestimmung der Bösartigkeit (Malignität) einiger Tumoren eingesetzt werden. Biologische Grundlage ist die Tatsache, dass die meisten bösartigen Tumoren Störungen der Zahl ihrer Chromosomen pro Zellkern aufweisen (chromosomale Aneuploidie). Je bösartiger ein Tumor ist, umso ausgeprägter sind in der Regel diese Chromosomenaberrationen. Die Messung des DNA-Gehaltes geschieht z. B. mittels digitaler Bildanalyse im Mikroskop durch Bestimmung der optischen Dichte und Größe der Zellkerne nach spezifischer Anfärbung ihrer DNA (Bildzytometrie).